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Konzept

Medizinische Rehabilitation für psychisch Kranke




Die Einrichtung
Seit 1980 hat sich der Club Handicap e.V. zur Aufgabe gemacht, psychisch erkrankte Menschen medizinisch zu rehabilitieren.
Als stationäre und ambulante psychiatrische Rehabilitationseinrichtung sind wir in das Konzept der gemeindenahen psychiatrischen Versorgung eingebunden. Unsere enge Zusammenarbeit mit anderen Trägern in der Region wird durch die übergeordnete „Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft" gestützt und koordiniert.

Die rehabilitative Ausrichtung der Einrichtung unterliegt einer ständigen Fortentwicklung, die durch die Veränderungen der sozialrechtlichen Vorgaben und die Forschungsergebnisse auf dem Gebiet von Psychiatrie, Psychotherapie und Rehabilitation psychisch Kranker notwendig wird.

Unsere Einrichtung liegt in der Mitte der Kreisstadt Unna und ist mit etwa 70000 Einwohnern Teil der Metropolregion Ruhrgebiet in unmittelbarer Nähe zum Sauer- und Münsterland. Der Club Handicap befindet sich im Zentrum von Unna. Unsere Patienten haben so die Möglichkeit, ihre Freizeit im kulturellen Stadtkern zu verbringen.

Unsere Einrichtung verfügt über 21 stationäre und zwei ambulante Plätze. Die Patienten wohnen auf vier Etagen. Jeder Etage stehen eine Küche und mehrere Sanitärbereiche zur Verfügung. Die Belegung erfolgt in Einzelzimmern. Die ambulanten Patienten nehmen am therapeutischen Angebot teil, bleiben aber in ihrem gewohnten Umfeld wohnen.

Die Grundsätze der Therapie
Das therapeutische Setting in unserer Einrichtung basiert auf folgenden Grundsätzen:

In unserer Einrichtung erfolgt die Therapie schulenübergreifend. Wir nutzen tiefenpsychologische, soziotherapeutische und verhaltenstherapeutische Methoden. Die Therapieansätze werden durch lösungsorientierte Methoden ergänzt. Es hat sich außerdem gezeigt, dass bei schwer psychisch Kranken die Familie starken Einfluss hat, sowohl im negativen als auch im positiven Sinne. Deshalb arbeitet unsere Einrichtung zielgerichtet darauf hin, dass die Ressourcen der Herkunftsfamilien für die Patienten nutzbar werden bzw. familieninduzierte Probleme bearbeitet werden können.

Ein wesentlicher Wirkfaktor des Rehabilitationsangebotes ist das therapeutische Milieu der Einrichtung, das durch das Konzept der so genannten „sicheren Distanz" geprägt ist. Damit ist ein psychoökologisches Klima gemeint, welches durch Respekt und Empathie gekennzeichnet ist. Dieses Klima ist als Rahmen für unsere im Sinne des Vulnerabilitätskonzeptes (Ciompi) sensiblen Patienten besonders wichtig.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des therapeutischen Milieus ist der ressourcenorientierte Ansatz: Unter der Fokussierung auf die vorhandenen Ressourcen wird gemeinsam mit den Patienten eine realistische Zielplanung entwickelt und versucht, auf vorhandene Fähigkeiten zurückzugreifen. Es wird versucht, zu verstehen, was dem Patienten bisher bereits geholfen hat, die schwierige Vergangenheit zu ertragen. Durch diese Fokussierung auf bereits bestehende Bewältigungsstile kann sich der Patient als kompetent wahrnehmen.

Durch diese verschiedenen Elemente unserer therapeutischen Grundhaltung wird die Selbstständigkeit gefördert. Gleichzeitig wird durch die Begegnung auf „Augenhöhe" dafür gesorgt, dass der Patient Hilfe annehmen kann. Eigenständigkeit und Selbstachtung verhelfen auch zu einer Wertschätzung und Akzeptanz der Mitmenschen. Diese Haltung kann dazu beitragen, frühzeitig die Voraussetzungen für die berufliche Integration zu schaffen.
Die berufliche Wiedereingliederung besitzt in unserer Einrichtung eine hohe Priorität.

Die Aufnahmekriterien
Der Club Handicap nimmt Patienten auf, die einer stationären ärztlichen Behandlung im Krankenhaus nicht mehr bedürfen, die Bereitschaft zur Gesundung haben und die Fähigkeit besitzen, konstruktiv mitzuwirken, um die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit und der selbstständigen Lebensführung zu erreichen.

Es sind Patienten, die wegen ihrer Erkrankung in ihrem seelischen Empfinden und in ihrer psychischen Leistungsfähigkeit, in ihrer selbstständigen Lebensführung, im schulischen/beruflichen Alltag und bei sozialen Kontakten so beeinträchtigt sind, dass sie einer gezielten rehabilitativen Förderung im stationären Setting bedürfen. Diagnostisch handelt es sich hierbei um Menschen mit Psychosen, schweren affektiven Störungen, Angst- und (posttraumatische) Belastungsstörungen sowie Persönlichkeitsstörungen (z.B. dependente, schizoide und emotional-instabile Persönlichkeitsstörungen).

Die Ausschlusskriterien
Nicht aufgenommen werden Patienten mit primären Süchten, Essstörungen mit einem BMI unter 20, Geistig- und Körperbehinderte und Menschen mit erheblichen Verhaltensstörrungen, für die andere Einrichtungen der psychosozialen Versorgung existieren.

Das Aufnahmeverfahren
Vor jeder Aufnahme finden ausführliche Gespräche mit dem Patienten, den Vertretern der vermittelnden Stelle, den Angehörigen, einem Mitarbeiter und der verantwortlichen Ärztin des Club Handicap e. V. statt. Hierbei werden die individuellen Voraussetzungen zur Aufnahme geklärt. Vor der Aufnahme muss ein schriftlicher Arzt- und Sozialbericht der vermittelnden Einrichtung vorliegen. Außerdem ist das Gutachten der Ärztin der aufnehmenden Einrichtung erforderlich. Die Aufnahme erfolgt nur, wenn die schriftliche Kostenzusage der zuständigen Leistungsträgers vorliegt und ein Platz in der Rehabilitationseinrichtung frei ist.

Das bio-psycho-soziale Modell der Komponenten der Gesundheit
Der Betrachtung der Krankheit, welche eine Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu Folge hat, wird ein bio-psycho-soziales Modell zugrunde gelegt. Das bio-psycho-soziale Modell beinhaltet, dass die Krankheitsursache, der Krankheitsverlauf und die Folgen einer Erkrankung durch biologische, psychologische und soziale Faktoren bedingt sind, die in unterschiedlicher Ausprägung eine Rolle spielen. Krankheit erscheint somit als Ergebnis einer dynamischen Interaktion zwischen dem medizinisch diagnostizierten Gesundheitsproblem und den so genannten Kontextfaktoren, welche das Gesundheitsproblem beeinflussen.

Die Kontextfaktoren werden in Umwelt- und personenbezogene Faktoren unterteilt. Die Umweltfaktoren erfassen das unmittelbare, persönliche Umfeld eines Menschen sowie die sozialen Strukturen und Systeme in der Gesellschaft. Bei personenbezogenen Faktoren handelt es sich um Eigenschaften einer Person, die nicht Teil ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Verfassung sind; in Betracht kommen Alter, Geschlecht, Bildung, Erfahrung, Persönlichkeit, Lebensstil, Gewohnheiten, Erziehung, Bewältigungsstile, sozialer Hintergrund, Beruf, sowie vergangene oder gegenwärtige Erlebnisse.

Das bio-psycho-soziale Modell

Die Indikationsspezifische Leistungen
Die Rehabilitationseinrichtung Club Handicap e.V. erbringt Leistungen der medizinischen Rehabilitation, insbesondere

- zum Zweck der Heilung, Besserung oder Verhütung der Verschlimmerung von Krankheit, um die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wiederherzustellen

- in der normalen und in der beschützenden Arbeitswelt ( einschließlich der damit verbundenen Maßnahmen zur Rehabilitationsabklärung ) und somit

- zur sozialen Integration.

Schizophrenie
Eine Schizophrenie ist eine psychische Störung, bei denen sich das innere Erleben und die Wahrnehmung der Umwelt in charakteristischer Weise verändern. Eine Schizophrenie beeinflusst die gesamte Persönlichkeit in unterschiedlicher Weise und äußert sich auf verschiedenen Ebenen. Die Betroffenen zeigen in fast allen Bereichen, die eine Person ausmachen, Auffälligkeiten. So verändern sich Wahrnehmung, Denken, Gefühlsleben, Antrieb und Bewegung (Motorik) der betroffenen Menschen teilweise erheblich. Die meisten Betroffenen erkranken zwischen der Pubertät und dem 30. bis 35. Lebensjahr.
Die Erkrankung tritt häufig in Schüben auf. Die Betroffenen verfallen für eine bestimmte Zeit in einen Krankheitszustand, bei dem der Betroffene den Bezug zur Realität verlieren kann.
Fachärzte für Psychiatrie (Psychiater) unterscheiden verschiedene Formen der Schizophrenie. Sie orientieren sich an den Symptomen, die am deutlichsten auftreten: u.a. paranoid-halluzinatorische Schizophrenie, katatone Schizophrenie, hebephrene Schizophrenie, Schizophrenia simplex.
Bei der Schizophrenie liegt eine Kombination verschiedener Symptome vor. Für sich allein genommen kann jedes Symptom auch bei vielen anderen Erkrankungen auftreten. An Symptomen kommen vor: Wahn, Halluzinationen, Ich-Störungen, formale Denkstörungen, affektive Störungen und psychomotorische Störungen. Um beim Verdacht auf eine Schizophrenie die Diagnose stellen zu können, müssen mehrere charakteristische Symptome länger als einen Monat lang vorliegen. Darüber hinaus müssen organische Ursachen ausgeschlossen werden.
Bei den Schizophrenie-Ursachen scheinen unterschiedliche Faktoren zusammenzuwirken (sog. multifaktorielles Entstehungsmodell). Man nimmt an, dass eine genetische Veranlagung (Disposition) eine zentrale Rolle spielt. Das sogenannte Vulnerabilitäts-Stress-Coping-Modell ist in diesem Zusammenhang besonders anerkannt. Vertreter dieses Modells gehen davon aus, dass sowohl neurobiologische als auch psychologische und soziale Faktoren eine Schizophrenie verursachen.
Die Schizophrenie-Therapie berücksichtigt, dass vielfältige Faktoren an der Entstehung beteiligt sein können. Dementsprechend wird ein sogenannter mehrdimensionaler Therapieansatz praktiziert.

Dieser umfasst drei Komponenten:
• Behandlung mit sogenannten Psychopharmaka
• Psychotherapie (supportive Psychotherapie, Verhaltenstherapie)
• Soziotherapie

Depressive Störungen
(In Bearbeitung...)

Angsterkrankungen
Grundsätzlich ist Angst ein unangenehmes Gefühl von Erwartung und Bedrohung. Angst hat aber auch eine sehr nützliche Funktion, da sie ein Alarmsignal ist, das Aktivitäten zur Beseitigung einer Gefahr einleitet. Nach der Beseitigung dieser Gefahr sollte allerdings auch die Angst verschwinden. Bei der krankhaften Angst fallen natürliche körperliche und psychische Abwehrfunktionen teilweise aus. Angst überflutet dann das Bewusstsein und die Aufgaben der Realitätsbewältigung können nur noch eingeschränkt wahrgenommen werden. Angst ist insbesondere auch dann krankhaft, wenn sie scheinbar grundlos auftritt und übermäßig ausgeprägt ist.

Es werden generalisierte Angststörungen, Panikstörungen (Angstneurose) und phobische Störungen unterschieden. Wesentliches Kennzeichen der generalisierten Angststörung (Angsterkrankung) und Panikstörung ist eine diffuse, generalisierte und anhaltende Angst, die nicht situations- und objektgebunden ist. Im Gegensatz dazu konzentriert sich die phobische Angst auf bestimmte Situationen oder Objekte, die gemieden werden. Phobische Angst ist also situations- und objektgebunden.

Angsterkrankungen und Agoraphobien treten meist erst im frühen Erwachsenenalter zwischen 20 und 30 Jahren auf. Die anderen Phobien beginnen häufig schon in der frühen Kindheit oder im Jugendalter. Der Krankheitsbeginn liegt selten nach dem 45. Lebensjahr. Einige Phobien wie z. B. Höhenangst, Angst vor geschlossenen Räumen (Klaustrophobie) sind weniger weit verbreitet und werden nicht so oft therapeutisch behandelt. Die Panikstörung ist zwar relativ selten, ist aber am häufigsten behandlungsbedürftig.

Angst äußert sich sowohl auf der Ebene seelischen Erlebens als auch durch körperliche Symptome und eine Veränderung des Verhaltens. Oft steht bei dem Betroffenen nicht das subjektive Erleben von Angst im Vordergrund, sondern die körperliche Symptomatik, wie Schwindel und Brustschmerzen, Schwitzen, Erröten. Die körperliche Symptomatik ist i. d. R. auch der Grund für den Arztbesuch. Oft werden Patienten z. B. zunächst mit dem Verdacht einer Herzerkrankung untersucht, bevor die körperlichen Symptome als Anzeichen einer Angsterkrankung erkannt werden. Über die Entstehung von Angst gibt es verschiedene Theorien.

Es gibt unterschiedliche Therapieansätze: Entspannungsverfahren( Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Biofeedback), Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologie und Psychopharmaka.

Bei der Behandlung von Angststörungen hat sich eine Kombination medikamentöser und psycho- und soziotherapeutischer Ansätze als besonders wirkungsvoll gezeigt. Von den verschiedenen psychotherapeutischen Verfahren stellt die Verhaltenstherapie das wirksamste Psychotherapieverfahren zur Behandlung von Angststörungen dar.
Persönlichkeitsstörungen

Persönlichkeitsstörungen (PS) liegen vor, wenn Personen regelmäßig starre, unflexible und unzweckmäßige Eigenschaften und Verhaltensweisen zeigen, die von üblichen gesellschaftlichen Erwartungen abweichen und zu erheblichem Leid entweder auf Seiten des Betroffenen und/oder auf Seiten der Umwelt führen.

Für das Vorliegen von Persönlichkeitsstörungen müssen sich die abweichenden Erlebens- und Verhaltensweisen in mindestens zwei der folgenden Bereiche deutlich zeigen: (1) Kognition (Gedankenwelt), (2) Affektivität (Gefühlswelt), (3) Bedürfnisbefriedigung und Impulskontrolle, (4) Zwischenmenschliche Beziehungen und Art des Umgangs mit ihnen.
Diese Verhaltensmuster entwickeln sich meist schon in Kindheit und Jugendalter und bleiben über eine lange Zeit bestehen. Sie werden von den Betroffenen selbst häufig nicht als „Störung" empfunden, anders als z.B. die Symptome einer Depression. Wenn sie die Folge einer anderen psychischen oder organischen Erkrankung (z.B. einer Funktionsstörung des Gehirns) sind, werden sie nicht als Persönlichkeitsstörungen bezeichnet.

Typischerweise zeigen sich die gestörten Persönlichkeitsmuster ab der Kindheit oder Jugend des Betroffenen und bleiben in ihrer Besonderheit relativ stabil. Ob der Betroffene (und seine Umwelt) unter diesen Mustern jedoch stark leidet bzw. inwieweit sie echten „Störungswert" erhalten, hängt stark von äußeren Lebensumständen, Lebensanforderungen und den Bezugspersonen des Betroffenen ab. Insbesondere im Zusammenhang mit gravierenden Umstellungen wie Umzug, Arbeitsplatzwechsel oder Wechsel in den Bezugspersonen, die Flexibilität und Problemlösefähigkeiten erfordern, können Menschen mit Persönlichkeitsstörungen in große Schwierigkeiten geraten.

Es werden insgesamt 10 spezifische Persönlichkeitsstörungen unterschieden: paranoide PS, schizoide PS, dissoziale PS, histrionische PS, narzisstische PS, emotional-instabile PS, ängstlich(vermeidende)PS, abhängige (asthenische) PS, anankastische (zwanghafte)PS.

Wie bei den meisten anderen psychischen Erkrankungen sind die Ursachen von Persönlichkeitsstörungen nicht eindeutig geklärt. Sicher ist jedoch, dass sie aus einem Zusammenspiel von Umwelt (Erziehung, Umgebung) und Anlagefaktoren (Gene, Erbgut) entstehen.

Menschen mit PS haben im Vergleich zu Menschen ohne PS ein stark erhöhtes Risiko, an einer anderen psychischen Störung zu erkranken (z.B. Depression, Angststörung, Sucht). Zusätzlich verlaufen weitere psychische Erkrankungen bei ihnen häufig schwerer und komplizierter als bei Menschen ohne PS. Daher haben ca. 50 % aller psychisch kranken Patienten eine (zusätzliche) PS, wobei hier besonders häufig Borderline-PS und ängstlich-vermeidende PS auftreten. Die Patienten können von einer Therapie (verschiedene Psychotherapieformen, medikamentöse Therapie, Soziotherapie) sehr profitieren.
Zwangsstörung

Harmlose Alltagszwänge können durchaus hilfreich sein, vor allem dort, wo es auf unbedingte Exaktheit ankommt. Sie machen einen geordneten Ablauf erst möglich. Zwang ist also keineswegs etwas grundsätzlich Unvernünftiges, Behinderndes oder gar Krankhaftes.

Daneben gibt es harmlose Formen des Zwangs, die allerdings "grenzwertig" werden können. Manche Menschen erledigen ihre Aufgaben immer nach der gleichen Reihenfolge. Wenn das nicht geht, sind sie verunsichert oder verärgert. Es leidet die Gelassenheit, wenn nicht gar die Effektivität. Einige kontrollieren mehr als es nötig ist oder schätzen Ordnung und Sauberkeit. Andere hüten sich vor Unglückszahlen und bestimmten Konstellationen im Alltag.

Zwangsstörungen sind eine extreme Steigerung relativ harmloser Gedanken und Handlungen mit entsprechenden Folgen: Sie erzeugen wachsenden Leidensdruck und beeinträchtigen die Lebensqualität, dann folgen Probleme in Partnerschaft, Familie oder Beruf; zuletzt drohen Rückzug und Isolation. Die Zwänge werden vom Betroffenen als unsinnig oder unangemessen erkannt. Das Krankhafte ist die hartnäckige Aufdringlichkeit und die Unfähigkeit, sie zu steuern oder zu unterdrücken. Wenn der Betroffene seinen Zwängen entrinnen will, drohen vielfältige körperliche Reaktionen, z. B. Schweißausbruch, Zittern, vor allem aber Angst.

Zwangsstörungen entwickeln sich in der Regel schleichend und oft lange unerkannt. Denn die Betroffenen neigen zur Verheimlichung ihres Problems, aus Scham, Resignation und Hoffnungslosigkeit. Zwanghaftes Verhalten findet sich häufig schon in der Kindheit. Mitte Dreißig ist die Zwangsstörung voll ausgebildet. Zwänge drängen sich auf beim Denken, Vorstellen, Fragen, Sprechen und Zählen, beim Handeln und Vermeiden, beim Planen und Ausführen. Das Beschwerdebild setzt sich aus Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen zusammen, meist sogar aus beidem.

Zwangsgedanken und Zwangsvorstellungen sind: Aggressive und körperbezogene Zwangsgedanken, sexuelle, religiöse oder moralische Zwangsgedanken, Zwangsgedanken bezüglich Symmetrie und Genauigkeit oder Verschmutzung. Zwangshandlungen sollen häufig die Zwangsvorstellungen neutralisieren. Sie fallen durch ihren fast automatisierten Ablauf auf, und weil sie der jeweiligen Situation unangemessen sind. Zwangshandlungen sind: Reinigungs- und Waschzwänge, technische und psychosoziale Kontrollzwänge, Wiederholungs-, Zähl- und Ordnungszwänge, Sammel- und Aufbewahrungszwänge.

Entscheidend für die Diagnose ist das jeweilige Beschwerdebild, seine charakteristischen Symptome und Ursachen, ferner Auslöser, Verlauf und besondere Belastungen. Wichtig ist die Abgrenzung zu Zwangssymptomen bei anderen Erkrankungen (Depression, Schizophrenie, hirnorganische Erkrankung).

Es gibt lerntheoretische, psychoanalytische und biologische Erklärungsversuche. Auch eine genetische Disposition scheint eine Rolle zu spielen. Ein mehrdimensionaler Therapieansatz (Verhaltenstherapie, tiefenpsychologische sowie andere psychotherapeutische Verfahren, Pharmakotherapie, "Selbstmanagement", Familienberatung, Selbsthilfe) ist deshalb sinnvoll und erfolgreicher als eine Monotherapie.

Posttraumatische Belastungsstörung
Das traumatische Ereignis erfüllt folgende Kriterien: Die Person war selbst Opfer oder Zeuge eines Ereignisses, bei dem das eigene Leben oder das Leben anderer Personen bedroht war oder eine ernste Verletzung zur Folge hatte. Die Reaktion beinhaltet Gefühle von intensiver Angst, Hilflosigkeit oder Entsetzen. Durch das traumatische Erleben wird das Vertrauen in sich selbst und andere grundlegend erschüttert.

Typische Merkmale sind: Wiederholtes Erleben des Traumas in sich aufdrängenden Erinnerungen („flashbacks") oder in Träumen, Erinnerungslücken, anhaltenden Stressreaktionen und Bedrohungsgefühlen, Schlafstörungen, Schreckhaftigkeit, vermehrter Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, Vermeidungsverhalten, Rückzug, innere Teilnahmslosigkeit.

Die Merkmale einer PTBS können sich unmittelbar nach einem Trauma zeigen, sie können aber auch verzögert auftreten, wobei zunächst eine symptomfreie Zeit besteht. Eine PTBS wird diagnostiziert, wenn die Symptome über einen Zeitraum von 4 Wochen immer noch in einer belastenden Form vorliegen. Wichtig ist die Abgrenzung gegenüber einer akuten Belastungsreaktionen, Anpassungsstörungen und bedeutenden psychischen Vorerkrankungen.

Die Häufigkeit des Auftretens ist abhängig von der Art des Traumas. Geht eine PTBS mit Persönlichkeitsänderungen bzw. -störungen einher, liegt eine komplexe PTBS vor.

Ziel der Behandlungsmaßnahmen bei der einfachen und komplexen PTBS ist die
Integration und Kompensation der traumatischen Erfahrung.

Spezifische traumabearbeitende Verfahren sind: Die kognitiv-behaviorale Therapie (Verhaltenstherapie), EMDR (Abkürzung für Eye Movement Desensitization and Reprocessing), die psychodynamisch -imaginative Therapie. Bedarfsorientiert werden ergänzende Verfahren (z.B. stabilisierende Körpertherapie, künstlerische Therapie) eingesetzt.

Der Behandlungs- und Rehabilitationsverlauf
Für jeden Rehabilitanden erstellen wir einen detaillierten, individuellen Rehabilitationsplan, der verschiedene Therapiebereiche einschließt. Unter Verordnung der leitenden Ärztin und gemäß den Anforderungen des Rehabilitationsverlaufes wird dieser regelmäßig fortgeschrieben. Die Behandlung in unserer Einrichtung lässt sich in 3 Phasen unterteilen:

Die Phase I
In der ersten Phase, die 2-4 Wochen dauert, liegt der Schwerpunkt besonders der Therapien auf der Abklärung der individuellen Voraussetzungen und Motivation inklusive einer sorgfältigen psychiatrischen und körperlichen Diagnostik. Wir nutzen die Möglichkeit der intensiven und längerfristigen Beobachtung durch ein multiprofessionelles Team. Dadurch ist es unserer Ärztin möglich, die Aufnahmediagnosen der Patienten zu konkretisieren, zu vertiefen und manchmal auch zu revidieren. Darauf basiert ein individueller Rehabilitationsplan, der unter Leitung der Ärztin unter Einbeziehung des Patienten von dem Team erstellt wird. Hier fließen die Ergebnisse aus allen Therapiebereichen ein. Der Rehabilitationsplan fasst medizinische, berufliche und soziale Aspekte zusammen und wird regelmäßig überprüft sowie überarbeitet.



Die Phase II
Die zweite Phase dient zum einen der Konsolidierung und Stabilisierung der Patienten sowie ersten Belastungserprobungen im psychosozialen und beruflichen Bereich. Es werden verstärkt individuell abgestimmte psychotherapeutische Behandlungen durchgeführt und die Weichen für die berufliche Zukunft gestellt. In dieser Phase arbeiten wir verstärkt indikationsspezifisch:

Bei Psychosepatienten steht die fortwährende Arbeit an der Compliance im Vordergrund und Psychoedukation auf verschiedenen Ebenen statt: zunächst wird der Wissensstand bezüglich schizophrener Psychosen im ärztlichen Einzelgespräch abgeklärt. Dann wird ebenfalls im ärztlichen Einzelgespräch der Weg vorbereitet für die psychoedukative Gruppenarbeit, die in unserer Einrichtung von der Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie durchgeführt wird. Daneben werden die spezifischen Probleme in den Einzeltherapien psychosegemäß, d. h. unter Beachtung der besonderen Verletzlichkeit, psychotherapeutisch aufgearbeitet.

Bei traumatischen Störungen (PTBS) sorgen wir dafür, dass die Patienten verschiedene Stabilisierungstechniken erlernen. Eine besondere Stellung hat hierbei der Umgang einer möglichen Suizidalität, um die nötige Sicherheit für die Patienten in unserer Einrichtung zu gewährleisten.

Bei persönlichkeitsgestörten Menschen sind erfahrungsgemäß die Beziehungen im privaten und beruflichen Bereich gestört. Deshalb gehören neben einer bereits frühzeitig einsetzenden kognitiven Therapie besonderes eine intensive therapeutische Aufarbeitung und das verhaltenstherapeutische Trainieren von angemessenen Beziehungsgestaltungen zum therapeutischen Programm.

Menschen mit schweren Angststörungen erhalten individuell ausgerichtete psychotherapeutische Verfahren sowie psychoedukative Hilfemaßnahmen. Dann werden nach verhaltenstherapeutischen Gesichtspunkten individuelle Trainingsprogramme installiert und durchgeführt.

Menschen mit schweren Depressionen steht zunächst ein Aktivierungsprogramm zur Verfügung, das ihnen hilft, die Antriebstörungen zu überwinden. Nach dem Aufbau einer Tagesstruktur und einer angemessenen Stimmungsaufhellung setzt die kognitive Psychotherapie an, um die individuellen Probleme psychotherapeutisch aufzuarbeiten.

Die Phase III
In der dritten Phase wird unter Berücksichtigung der psychischen Belastbarkeit die Arbeitsfähigkeit der Patienten geprüft und trainiert. Die dabei auftretenden medizinischen Befunde werden sorgfältig dokumentiert. Die Belastungsanforderungen werden schrittweise gesteigert, um die Leistungsfähigkeit des Patienten zu ermitteln. Danach kann entschieden werden, ob eine berufliche Wiedereingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt möglich ist oder eine Beschäftigung auf dem beschützten Arbeitsmarkt (Werkstätten für Behinderte etc.) als Weiterführung der Rehabilitation realisiert wird. Die Maßnahmen werden entweder in der Rehabilitationseinrichtung oder bei kooperierenden Trägern z.B. Berufstrainingszentrum Dortmund, Berufsförderungswerk Hamm, Werkstätten für psychisch behinderte Menschen oder Industrie- und Handwerksbetrieben in der Region durchgeführt.
Die letzte Phase dient der Ablösung aus der Einrichtung und der Beurteilung des Erreichten. Es wird der Fokus auf die Zukunftsplanung und weitere psychische Stabilisierung gerichtet. Dazu gehören Empfehlungen für die weitere berufliche und soziale Integration. Sollte eine Nachbetreuung durch andere Einrichtungen der psychiatrischen Versorgung in der Region erforderlich sein, wird diese geplant und vorbereitet.

Die Dauer der Maßnahme richtet sich nach den individuellen Voraussetzungen. Sie beträgt durchschnittlich 6 – 12 Monate.

Einbeziehung der Angehörigen und Bezugspersonen
Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei die Förderung von Kontakten zu den Angehörigen. Die Einbeziehung von Angehörigen ist unerlässlich. Angehörige sind für uns eine wichtige Informationsquelle im Hinblick auf die Gewohnheiten, biografisch prägende Erfahrungen und Ressourcen unserer Patienten. Sofern es dem Wohlbefinden des Patienten förderlich und er damit einverstanden ist, werden die Angehörigen aktiv in die Therapie einbezogen.
Eine gute Angehörigenarbeit mit flexiblen Gesprächszeiten und Möglichkeiten des gegenseitigen Austausches wirkt entlastend für die Patienten und seine Angehörigen.
Darüber hinaus wird das Wissen der Angehörigen über die Erkrankung und über den adäquaten Umgang mit den krankheitsbedingten Einschränkungen vertieft. Sie lernen, ihren kranken Angehörigen realistischer einzuschätzen. Dadurch können auch die Angehörigen die Ressourcen unserer Patienten stärken und fördern. Darüber hinaus werden durch regelmäßige Kontakte die Hilflosigkeit sowie die oftmals vorhandenen Schuldgefühle der Angehörigen reduziert. Auch die Einbeziehung in die Zukunftsplanung nach der hiesigen Rehabilitation ist notwendig.

Das therapeutische Angebot
Die Ziele der medizinischen Rehabilitation in unserer Einrichtung sind Heilung, Besserung oder Verhütung einer Verschlimmerung der Erkrankung sowie die soziale und berufliche Integration der Patienten. Um diese Behandlungsziele zu erreichen, kommen verschiedene Maßnahmen zur Anwendung. Neben der medizinischen und psychotherapeutischen Betreuung werden vor allem edukative, stabilisierende, trainierende und damit auch auf die berufliche Rehabilitation vorbereitende Leistungen angeboten.


Die medizinische Behandlung
• Sorgfältige psychiatrische und körperliche Diagnostik incl. Ruhe- und Belastungs-EKG und Laboruntersuchungen
• Psychiatrische Behandlung mit individueller Gestaltung der psychopharmakologischen Medikation
• Aufstellung des Behandlungsplanes und dessen Fortschreibung
• Zimmervisiten
• Psychoedukation zum besseren Verständnis der Erkrankung und Entwicklung von adäquaten Lösungsstrategien
• Verordnung und Überwachung von weiteren medizinischen Therapieangeboten wie Lichttherapie, Massagen, Entspannungsgruppe, Gesundheitserziehung und verschiedene Sportaktivitäten
• Gesprächsgruppen
• Reflexionsgespräche mit den Bezugstherapeuten
• Angehörigengespäche
• Mitverantwortlichkeit für das Berichtswesen und Dokumentation,
  Erstellen von Aufnahme-, Zwischen- und Abschlußberichten
• Weiterentwicklung des Konzeptes

Die medizinische Behandlung ist durchgängig sicher gestellt. In Urlaubs- und Krankheitsfällen wird unser Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie durch einen Oberarzt der LWL-Klinik Dortmund vertreten.

Die psychotherapeutische Behandlung
• Ärztliche Psychotherapie zur Bewältigung der familiären, sozialen und individuellen Probleme der Patienten und Verstehen ihrer Bedeutung für die psychische Krise mit den Verfahren Verhaltenstherapie, Psychodrama, tiefenpsychologische und lösungsorientierte Psychotherapie
• Gesundheitsorientierte, ärztlich geleitete Gesprächsgruppe
• Verschiedene, individuell notwendige psychotherapeutische Behandlungen bei speziellen Problemen: ADHS Gruppe bei Bedarf, Suchtgruppe bei sekundären Süchten etc.


Die sozialtherapeutische Behandlung

• Aktivierung zur strukturierten Teilnahme am Therapieangebot


Positive Konfliktberatung
Die Positive Konfliktberatung ist aus der Positiven Psychotherapie nach Prof. Dr. Nossrat Peseschkian hervor gegangen. Die Positive Konfliktberatung ermutigt den Menschen, das bisherige, eigene Vorgehen zur Problemlösung als sinnhaft zu erfahren, bevor der Umfang an Lösungsstrategien angemessen erweitert wird. Dies geschieht ohne Vorwürfe der „allwissenden" beratenden Person. Diese gibt vielmehr Impulse und weckt im Patienten das Selbstvertrauen, dass das Vorhandene ausreicht, um die eigenen Probleme und Konflikte zu lösen. Dabei wird auf die so genannten fünf Grund- oder Basisgefühle - Sehnsucht, Angst, Aggression, Trauer und Freude - Bezug genommen, um das Selbsthilfepotenzial und damit die Ressourcen des Patienten zu mobilisieren. Im Gegensatz zur defizitorientierten Diagnose, die dem Patienten sagt, was ihm fehlt (pathogenetischer Ansatz), gibt der positive (salutogenetische) Ansatz ermutigende Impulse, damit der Patient über die Erkenntnis der Sinnhaftigkeit seiner Probleme diese selber löst.

Soziales Kompetenz Training (SKT)
Als soziale Kompetenz wird die Verfügbarkeit und Anwendung von kognitiven, emotionalen und motorischen Verhaltensweisen bezeichnet, die in bestimmten sozialen Situationen zu einem langfristig günstigen Verhältnis von positiven und negativen Konsequenzen für den Handelnden führt.
Die Patienten sollen sich mit den eigenen Fähigkeiten wie z. B. Nein sagen können, Grenzen eingestehen, Selbstbewusstsein/ Selbstbild, Umgang mit Gefühlen, Lösung von Konflikten u. ä. auseinandersetzen.
Des Weiteren geht es um Erlernen, Erhalt und/oder Förderung von lebenspraktischen Fertigkeiten.
Das Training findet innerhalb und außerhalb der Einrichtung statt.
Die Übungen beinhalten Rollenspiele, themenzentrierte Gespräche und gemeinsame Aktivitäten.

Psychosoziale Betreuung und Stabilisierung im Arbeits-, Familien- und Freizeitbereich – unter Einbeziehung des jeweiligen Umfelds


Lebenspraktische Orientierung (LPO)

Diese Gruppe befasst sich in Anlehnung an das Therapiekonzept Monika Krohwinkels mit den Aktivitäten und existenziellen Erfahrungen des täglichen Lebens(AEDL). „Kommunizieren", „sich Pflegen", „Essen und Trinken" und „sich Beschäftigen" sind einige der 13 AEDL´s, die in der LPO-Gruppe durchgeführt werden. Das Training der Aktivitäten des täglichen Lebens hat zum Ziel, dem Patienten in einzelnen oder allen Bereichen zu helfen, so dass er diese Aktivitäten wieder eigenständig ausführen kann. So wird beim Haushaltstraining der Umgang mit Elektrogeräten sowie das Durchführen von Hausarbeiten ( z.B. Wäsche waschen, spülen etc.) erlernt. Zudem werden Etagendienstpläne erstellt und es erfolgt eine Teilnahme an Gesprächsgruppen zum Austausch von persönlichen Erfahrungen. Der Etagendienstplan beinhaltet die Planung, die Organisation und die Durchführung von bestimmten hauswirtschaftlichen Aufgaben. Die Patienten lernen dadurch, ihr persönliches Umfeld zu organisieren und dort gemeinschaftlich für Sauberkeit und Ordnung zu sorgen. In der LPO-Gruppe werden Einzel- sowie Gruppenangebote durchgeführt.

Reittherapie
Bei dieser Therapie steht nicht die reitsportliche Ausbildung, sondern die individuelle Förderung über das Medium Pferd im Vordergrund.
Durch gezielte Übungsangebote können Erfolge im psychischen, sozialen, psychomotorischen und im Bereich der Wahrnehmung erreicht werden. Im psychischen Bereich geht es primär um die Stärkung von Vertrauen, Selbstwertgefühl, Konzentration, Selbsteinschätzung und den Abbau von Ängsten. Psychomotorisch werden die Patienten am und auf dem Pferd ständig in der Bewegung gefördert und müssen bei vielen Übungen ihren gesamten Körpereinsatz einbringen. Die rhythmische Bewegung des Pferdes bei den Übungen kann zur Lockerung und Entspannung bis hin zur Lösung von körperlichen und seelischen Verkrampfungen führen. Des Weiteren werden beim Reiten und Pflegen des Pferdes verschiedene Sinne des Körpers angesprochen. So erhält der Patient die Möglichkeit, den eigenen Körper und seine Fähigkeiten richtig wahrzunehmen.

Gesprächstherapie
In der Gesprächstherapie wird im Kontakt zwischen dem Bezugstherapeuten und dem Patienten eine gleichberechtigte Beziehung angestrebt. Der Therapeut zeigt dem Patienten gegenüber Wertschätzung und spiegelt ihm sein Erleben wieder, so dass der Patient es wahr- und annehmen kann. Der Therapeut gibt dem Patienten keine Ratschläge und hört zunächst vorwiegend zu. Ziel ist es, dass der Patient seine Bedürfnisse schneller wahrnimmt und zu sich selbst zurück findet. So erhält dieser die Möglichkeit, zu beurteilen, wie ein befriedigendes Leben für ihn aussehen kann. Damit ist der Patient in der Lage, mehr Zufriedenheit und Ausgeglichenheit zu entwickeln und dabei für sich selbst die Verantwortung zu übernehmen.

Hauswirtschaftsgruppe
Bei dieser Therapie sollen die Patienten lebenspraktische Fähigkeiten wie Planen, Einkaufen, Preise vergleichen, Kochen, Spülen und Aufräumen trainieren und erlernen. Sie haben hier zusätzlich die Möglichkeit, mit Anderen in der Gruppe gemeinsam etwas herzustellen. Die Patienten erhalten ein Training und Hilfen zum Erwerb von lebenspraktischen Kompetenzen innerhalb der Therapiegruppe. Das Training beinhaltet den Erwerb von Fertigkeiten und Fähigkeiten, die für das persönliche und soziale Leben unbedingt erforderlich sind. Neben den hauswirtschaftlichen Fähigkeiten, Pflege des Zimmers, Pflege der persönlichen Wäsche, verbraucherbewusstes Einkaufen, Nahrungszubereitung, Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel werden auch der Umgang mit Behörden und Institutionen sowie der Umgang mit Geld besprochen. Ziele sind hier, offener und selbstbewusster mit behördlichen, privaten und sozialen Angelegenheiten umzugehen und im hauswirtschaftlichen Bereich selbstständiger zu werden.

Poesietherapie
Die Poesietherapie wird nach der Lyrikerin Giesela Rest – Hartjes durchgeführt. Bei dieser Therapie geht es um eine ganz bestimmte Form des Schreibens und um die Verarbeitung besonderer Situationen im Leben z.B. Grenzerfahrungen, Verluste sowie Neuanfänge. Die Wirkung entsteht durch die besonders verdichtete Sprache. Insbesondere die Poesie ist die Sprache der Lebenskrise und zeichnet sich durch ihre Art der Darstellung zur Hilfe und Bewältigung aus. Das „Selbst-tun" hat neben dem Zuhören einen besonderen Anteil an der heilenden Wirkung. Es hat neben dem „Poesie-lesen" den wesentlichen therapeutischen Effekt aus der Sprachlosigkeit herauszutreten. Mit der Sprache hat der Patient die Möglichkeit, Wegzeichen zu setzen, die von Anderen gesehen und verstanden werden können. Dadurch ist er nicht mehr allein auf seinem Weg. Aus einem Nebeneinander wird ein Miteinander. Durch die Poesietherapie kann der Patient aus der Passivität in die Aktivität treten. Durch die selbst gewählten Beschränkungen oder Brüche in der Sprache können Brüche und Beschränkungen im Leben aufgelöst werden. Die Lyrik beschränkt sich auf wenige Worte. Umso wichtiger ist jedes einzelne Wort. Durch das Schreiben erhält der Patient weitere Möglichkeiten zur Verarbeitung von Konflikten und von
destruktiven Mustern.

Genussgruppe
Die Genussgruppe ist eine verhaltenstherapeutisch orientierte Gruppentherapie, die sich auf die Förderung des alltäglichen genussvollen Erlebens und Verhaltens konzentriert. Das Konzept der Genussgruppe orientiert sich an „Die kleine Schule des Genießens" von Eva Koppenhöfer.
Für Patienten mit depressiven Symptomen, Migräne, Zwängen und Essstörungen bietet das Genusstraining die Möglichkeit, die verschiedenen Sinne wieder neu zu erfahren. Das Training ist auch geeignet für Menschen, die über ein Gefühl der Leere klagen, die Schwierigkeiten mit einer genussvollen Freizeitgestaltung haben und ein starres Wertesystem besitzen.

Die Teilnehmer werden in den fünf Sinnesbereichen Riechen, Tasten, Schmecken, Sehen und Hören sensibilisiert. Dabei spielen die Einführungsübungen, das selbstständige Experimentieren und die geleiteten Vorstellungsübungen eine wichtige Rolle. Den Patienten werden Raum, Zeit und Gelegenheit gegeben, die eigenen Sinne und Wahrnehmungen zu schärfen und bewusster einzusetzen. Es werden Anleitungen zum positiven Genießen vermittelt und auch frühere Genüsse neu aktiviert.

Aufgrund dieser praktischen Übungen können folgende übergeordnete Therapieziele benannt werden:
Sensibilisierung der Sinnesmodalitäten
Vermittlung eines spezifischen Umgangs mit potenziell Genussvollem
Aktualisierung angenehmer Vorerfahrungen
Aufbau von Eigenverantwortung und Stärkung von Autonomie


Literatur und Wahrnehmung
Unter Anleitung der Therapeutin werden Kurzgeschichten, Zeitungsartikel, Gedichte, Reime oder Reiseberichte vorgelesen. Es soll das Interesse an Inhalten geweckt werden, die über das Krankheitsgeschehen hinausgehen.
Der Kern des Konzepts liegt in der freien Gestaltung mittels verschiedener Malutensilien. Jeder Patient darf das Gehörte individuell bildnerisch, schriftlich oder skizziert darstellen und umsetzen.
Diese Therapieform bewirkt eine Stärkung des Selbstwertgefühls, eine positive Selbstwahrnehmung, eine verbesserte Entscheidungsfähigkeit und die Förderung von kognitiven Defiziten. Dadurch kann das gesamte Selbstbild des Patienten stabilisiert werden. Die Aufgaben dienen zudem dazu, dass der Patient seine individuelle Bildsprache weiterentwickeln kann.

Außenorientierungsgruppe
In der Außenorientierungsgruppe lernen die Patienten z. B. den Umgang mit Ämtern, die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und den sinnvollen Einsatz von Geld.
Die Patienten sollen ihre Fähigkeiten im Umgang mit diesen alltäglichen Anforderungen außerhalb der Einrichtung ausbauen und festigen.
Diese Gruppe ist insbesondere für Patienten gedacht, die in absehbarer Zeit entlassen werden.
Das bisher Gelernte wird „im normalen Lebensalltag" außerhalb der Einrichtung trainiert und umgesetzt. Eine selbstständige und aktive Freizeitgestaltung stellt ein reales Trainingsfeld dar, in dem neue Kontakte geschlossen werden können. Parallel dazu werden Heimfahrten unternommen. Zudem werden Kontaktaufnahmen zu Behörden z.B. Arbeitsagenturen durchgeführt.

Schuldnerberatung
Die Schuldnerberatung ist ein zusätzliches Beratungs- und Hilfsangebot. Die Schuldnerberatung unterstützt die umfassende medizinische, psychische, soziale und berufliche Rehabilitation. Ziel der Schuldnerberatung ist es vorrangig, störende Einflüsse aus den Schuld- und Zahlungsverpflichtungen von den Patienten fernzuhalten, damit sie die Möglichkeit haben, die sonstigen gesundheitlichen Auswirkungen ihrer psychischen Erkrankung zu bearbeiten und sich besser auf den Rehabilitationsprozess einzulassen. Die Schuldnerberatung ergänzt damit das Beratungs- und Hilfsangebot um eine wirtschaftliche Komponente.
Das bedeutet vor allem, das Altschulden erfolgreich reguliert werden. Nur diese Regelung erlaubt es, das Leben zukünftig ohne Angst, ohne gerichtliche Verfolgung und ohne Pfändungen zu organisieren. Dadurch können zukünftige psychische Dekompensation vermieden werden.
Desweiteren wird mit dem Patienten die Nachsorge organisiert. Diese beinhaltet die eigenmotivierte Zusammenarbeit mit einer örtlich zuständigen Schuldnerberatung nach der Entlassung.


Die arbeitstherapeutischen Maßnahmen

Beschäftigungstherapie
Zu den Aufgaben der Ergotherapie gehören die Förderung, die Unterstützung und das Training für das selbständige Handeln und Leben.
Ergotherapie geht davon aus, dass "Tätig sein" zu den menschlichen Grundbedürfnissen gehört und darüber hinaus eine therapeutische Wirkung hat. In diesem Sinne versteht sich die Ergotherapie als Hilfestellung für eine größtmögliche Selbständigkeit in Alltag und Beruf. Um dies zu ermöglichen, werden physische, psychische und soziale Fähigkeiten in Alltagshandlungen und im Beruf der Patienten unterstützt.

Die Ergotherapie setzt sich aus zwei Bereichen zusammen: Beschäftigungstherapie (BT) und Arbeitstherapie (AT). Die Beschäftigungstherapie soll psychisch Kranken die Gelegenheit eröffnen, ihr seelisches Befinden mittels kreativer und handwerklicher Techniken sowie lebenspraktischer Übungen (z. B. Kochgruppe, Hausbesuche) zu verbessern. Bei diesem Vorgehen sollen vorhandene Kräfte erhalten werden. Im Vordergrund steht die Stärkung der gesunden Anteile. Die aktive Auseinandersetzung mit den angebotenen Techniken, Materialien und Medien (z. B. Arbeiten mit Ton, Holz, Metall, Peddigrohr, Textilien, bildnerischen Mitteln, Musik, Literatur) und die Umsetzung stärken das Selbstvertrauen und helfen, das alltägliche Leben zu bewältigen. Eigene Ideen können entwickelt und verwirklicht werden. Des Weiteren können die Patienten sich mitteilen und mit Anderen in Kontakt treten. So werden in der BT z. B. neben der Förderung von Konzentration, Gedächtnis und Ausdauer auch die Kommunikationsfähigkeit und die Ausdrucksfähigkeit geübt.

Lösungsorientierte kognitive Therapie (GeJo)
In Kleingruppen nehmen unsere Patienten an dem Gehirnjogging teil. Alle Patienten befinden sich von ihrer schulischen Qualifikation auf dem gleichen Niveau.
Die inhaltliche Gestaltung besteht aus Lern-, Gedächtnis-, Wort-, Denk- und Merkaufgaben. Auf spielerische Art und Weise soll das Denk- und Erinnerungsvermögen gesteigert werden.
Aufgaben, die auf den ersten Blick einfach erscheinen, fördern gezielt die kognitive Leistungsfähigkeit.


Hirnleistungstraining (CogPack)
Diese Therapieeinheit ist ein computergestütztes Lernprogramm zur Steigerung der kognitiven Leistungsfähigkeit.
Es stehen experimentelle sowie testpsychologische Verfahren im Vordergrund und sind normorientiert einsetzbar. Andere Verfahren sind primär übungsorientiert oder berufsnah gestaltet und werden von uns zur Vorbereitung der internen sowie der externen Arbeitstherapie genutzt.
In Einzelsitzungen werden die Bereiche Konzentration, Reaktion, Visumotorik, Auffassung, Gedächtnis, Zahlen, Rechnen, Logik, Worte und Sprache sowie Orientierung trainiert und können direkt oder indirekt durch den Therapeuten unterstützt werden. Das Trainingsprogramm umfasst verschiedene Denksportaufgaben z. B. Anagramme und Rechenaufgaben. Der Begriff Anagramm bezeichnet ein Wort, das aus einem anderen Wort durch Umstellung der einzelnen Buchstaben oder Silben gebildet wird.
Andere Aufgaben fragen Wissen und Erlerntes ab. Die meisten Aufgaben haben einen spielerischen Charakter, weshalb die Durchführung des Trainings nicht nur mit Anstrengung, sondern auch mit Spaß verbunden ist.
Zudem besteht die Möglichkeit, das Programm individuell und gezielt an die Bedürfnisse des einzelnen Patienten anzupassen. Jeder Patient erhält ein eigenes Trainingsprofil, das sowohl seine Stärken als auch seine Schwächen berücksichtigt und ihn somit weder über- noch unterfordert. Dies ist nicht nur für das Training von Vorteil, sondern vereinfacht auch dessen Durchführung. Die Ergebnisse werden automatisch ausgewertet, wobei der Patient eine Rückmeldung über Trainingsergebnisse und Trainingsfortschritte erhält. Die Ergebnisse werden anonymisiert in einer Datenbank gespeichert, um weitere Erkenntnisse über die kognitiven Einbußen im Rahmen von psychiatrischen Erkrankungen zu erlangen.
Das Computerprogramm ersetzt keine Gruppenprozesse, kann jedoch zur Wiederherstellung einer gerichteten Aufmerksamkeit, einer Etablierung von kognitiven Strukturen und Strategien sowie zur Entwicklung von grundlegenden Arbeits- und Leistungstechniken beitragen. Ein gezielter Programmeinsatz kann spezielle Trainingsbedürfnisse schneller erkennen, Lernschritte optimieren sowie Neugierde, neue Sichtweisen, realistische Selbsteinschätzung und ermutigendes Erleben eigener Fortschritte anregen.

Gruppe zur Berufs- und Lebensplanung (ZERA)
Eine Zielsetzung des Trainingsprogramms ist, Informationen über die psychische Erkrankung zu erhalten und die Bewältigungskompetenz im Umgang mit der Erkrankung zu verbessern, speziell in Krisensituationen am Arbeitsplatz.
Des Weiteren werden Arbeits- und Unterstützungsmöglichkeiten und die Vermittlung von Sicherheit und Selbständigkeit im Umgang mit diesen Unterstützungssystemen erarbeitet.
Die Zielplanung für eine Berufsbildungsmaßnahme ist eine realistische und konkrete berufliche Zukunftsplanung, die sich an den aktuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten orientiert.
Die Entwicklung von Eigenverantwortlichkeit, die Reduktion von Hilflosigkeit und von Hoffnungslosigkeit sind weitere Aufgaben des ZERA - Trainings.

Interne Arbeitstherapie
Die interne Arbeitstherapie des Club Handicaps ist zentral organisiert. Patienten aus den unterschiedlichsten Behandlungsbereichen kommen in die zentral gelegene Werkstatt. Der Club Handicap verfügt über eine gut ausgestattete Holzwerkstatt.
Die interne Arbeitstherapie ist eine Form der Behandlung, die eine sinnvolle Übergangshilfe zur externen Arbeitsmöglichkeit bzw. zu Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation darstellt. Darüber hinaus bietet sie Tagesstruktur und Stabilisierung an Patienten, die stationär behandlungsbedürftig sind, für die jedoch eine Vermittlung auf dem Arbeitsmarkt durch die Besonderheit des Krankheitsverlaufes noch nicht möglich ist.
Ziel der Therapie ist es, die Grundarbeitsfähigkeiten z.B. den Antrieb, die Motivation, die Ausdauer und die Konzentration ausreichend zu steigern, um anschließend ein Praktikum außerhalb des Hauses durchführen zu können.

Die Ziele dieser ersten beruflichen Belastungserprobung sind:
• Diagnose und Therapie krankheitsbedingter Störungen im Arbeitsbereich
• Abklärung und Planung zukünftiger Rehabilitationsschritte
• Entwicklung einer berufsbezogenen und realistischen Selbsteinschätzung
• Erhalt und Förderung vorhandener Fähigkeiten
• Hospitalismusprophylaxe



Externe Arbeitstherapie
Die Aufgaben der externen Arbeitstherapie sind die Abklärung und die Entwicklung von realistischen beruflichen Perspektiven sowie die Stabilisierung für eine Arbeitsaufnahme auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Berücksichtigt werden die aktuellen Fähigkeiten von den Patienten, wobei die Lern- und Leistungsfähigkeiten durch praxisbezogene, systematisch aufbauende Arbeitsaufgaben kontinuierlich gesteigert werden.
Es erfolgt die Vermittlung von Praktika in Handwerksbetrieben, in Berufstrainingszentren, in Berufsförderungswerken oder in Werkstätten für psychisch behinderte Menschen zur Belastungserprobung, Diagnostik und Abklärung einer möglichen beruflichen Eingliederung

Zur Ergebnisorientierung der Arbeitsdiagnostik wird das MELBA? System eingesetzt.


Die personelle Ausstattung:

• Fachwirt für soziale Dienstleistungen, Verwaltungsleiter, Beauftragter der obersten Leitung , QMB
o Herr Markus Bast

• Diplom Sozialarbeiter, Therapeutischer Leiter, Belegungskoordinator
o Herr Piero Colato

• Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Leitende Ärztin, Aufnahmeleitung
o Frau Angela Ochsenfahrt

• Facharzt für Neurologie, Facharzt für Psychiatrie und Psychiatrie, Stellvertretender Arzt
o Herr Dr. Thomas Aubel

• Diplom -Sozialarbeiter, Schuldnerberater, Konfliktberater, Bezugstherapeut
o Herr Karl Gundel

• Diplom -Sozialpädagogin, Bezugstherapeutin
o Frau Michaela Simon

• Diplom -Pädagogin, Trainingstherapeutin/ Fachrichtung Psychiatrie Bezugstherapeutin
o Frau Jacqueline Langner

• Ergotherapeut, ZERA Trainer, Ansprechpartner für Patientenvorstellungen
o Herr Carsten Naumann

• Diplom-Pflegewirtin (FH), Qualitätsmanagement-Beauftragte, Qualitätsmanagement-Fachkraft, Fachschwester für Psychiatrie
o Frau Fikrete Schlottmann

• Examinierte Krankenschwester
o Frau Barbara Scheppmann
o Frau Marlene Reher

• Küchenpersonal
o Herr Guy Cigrand
o Herr Jürgen Tetampel

• Reinigungspersonal
o Frau Silvia Tolksdorf

• Trainingstherapeut/ Fachrichtung Psychiatrie, Haustechnik, EDV Administrator
o Herr Manuel Mennilli


Neben den fest angestellten Mitarbeitern ergänzen wir indikationsspezifisch unser therapeutisches Angebot durch interdisziplinäre Kooperationen mit fachlich ausgewiesenen Therapeuten.

Zudem stellen wir sicher, dass sich unsere Mitarbeiter über ihre Grundqualifikationen im Bereich Psychiatrie hinaus ständig entsprechend den aktuellen Erkenntnissen der wissenschaftlichen Forschung fortbilden.

Räumliche Ausstattung

Unsere Einrichtung verfügt über 21 stationäre Betten sowie zwei ambulante Plätze. Die Patienten wohnen in vier verschiedenen Wohngruppen. Jeder Gruppe stehen eine Küche, ein Gemeinschaftsraum und zwei Badbereiche (geschlechtsspezifisch getrennt) zur Verfügung. Die Belegung erfolgt in voll möblierten Einzelzimmern mit Waschbecken, Telefon, Internetanschluss und TV. Allen Patienten steht zudem eine Waschküche mit mehreren Waschmaschinen und Wäschetrocknern zur Reinigung der privaten Kleidung zur Verfügung. Zusätzliche Räume sind:

• Arztzimmer
• Schwesternzimmer
• Gruppentherapieräume zur Durchführung therapeutischer Kleingruppen
• Ergotherapieraum
• Holzwerkstatt
• Sportraum
• Snoezelenraum
• Lichttherapieraum
• Computerraum
• Konferenz- und Schulungsraum
• Eine Zentral- und drei Etagenküchen
• Aufenthaltsräume
• Hauswirtschaftraum
• Gemeinschaftsbüro

Die Nachsorge und das Betreute Wohnen
Für Patienten, die im Anschluss an die Rehabilitationsmaßnahme einer weiteren Nach¬betreuung bedürfen, gibt es verschiedene Nach¬betreuungsformen.
In der Ablösungsphase sorgen wir für eine Gewährleistung der ambulanten psychiatrischen Weiterbehandlung.
Zudem arbeiten wir in enger Kooperation mit dem ambulant Betreuten Wohnen Unna e.V., das sich in unmittelbarer Nähe unserer Einrichtung befindet.
Darüber hinaus bestehen intensive Kontakte zu allen anderen Trägern nachgehender Betreuungsan-gebote in der Region, die bei Bedarf genutzt werden können.

Ergebnismessung
Die Ergebnismessung erfolgt in unserer Einrichtung fragmentiert. Wir nutzen unter anderem den Zielerreichungsbogen und messen damit den Status zum Aufnahme- und Entlasszeitpunkt. Im Weiteren wird anhand des Leitfadens zur Erhebung der sozialen und beruflichen Situation sowie der Biographie der Status des Patienten erfasst. Zur internen und externen arbeitstherapeutischen Diagnostik benutzen wir das MELBA- Verfahren.

Die Nachbefragung unserer Patienten erfolgt über die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAG RPK).
 


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Club Handicap e.V.
Medizinische Rehabilitation für psychisch Kranke
Gerhart Hauptmann Str. 29
59423 Unna
Telefon:02303/ 251 21 0
Telefax: 02303/251 21 28
Email: info@clubhandicap.de
www.clubhandicap.de

Frau Angela Ochsenfahrt
Leitende Ärztin
Telefon:02303/ 251 21 41
Email: angela.ochsenfahrt@clubhandicap.de


Herr Piero Colato
Therapeutischer Leiter
Telefon:02303/ 251 21 26
Email: piero.colato@clubhandicap.de


Herr Markus Bast
Verwaltungsleiter
Telefon: 02303/ 251 21 64
Email: markus.bast@clubhandicap.de



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